Leistungsspektrum

Wir bieten eine umfassende Versorgung der Patient:innen. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Diagnostik und Therapie auf dem Gebiet der nicht-invasiven Kardiologie.

Hierzu gehört die Durchführung von 12-Kanal-Ruhe-EKG, Langzeit-EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-Blutdruckmessung, Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) in Ruhe und unter Belastung (Stressechokardiographie), Schluckechokardiographie (transösophageale Echokardiographie, TEE), Ultraschall der Halsgefäße (Doppler- und Duplexsonographie), Kontrollen von Herzschrittmacher, ICD (1 Kammer und 2 Kammer), CRT-P und CRT-D, Eventrecorder-Kontrollen  und Labordiagnostik.

Sollte eine invasive Abklärung notwendig sein, arbeiten wir eng zusammen mit den kardiologischen Kliniken der umliegendem Krankenhäuser. Ergänzend bieten wir Ihnen einen internistischen und kardiologischen Check-up zur Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen bzw. Schlaganfällen.

Wir freuen uns, dass wir Ihnen , sowohl im Rahmen der Vorsorge als auch im Rahmen von Verlaufskontrollen und akuten Beschwerden, mit diesem umfassenden Leistungsspektrum kompetent und vertrauensvoll zur Seite stehen können.

EKG

Bei dem Elektrokardiogramm (EKG) wird die elektrische Aktivität des Herzens abgeleitet und in Form von Kurven aufgezeichnet. Diese elektrischen Signale sorgen dafür, dass sich der Herzmuskel zusammenzieht und Blut pumpt. Das EKG gibt Auskunft über den Herzrhythmus, Herzfrequenz sowie Störungen im Erregungsleitungssystem  und den Lagetyp im Brustkorb. Das EKG zeigt, ob das Herz im richtigen Takt arbeitet und ab die elektrische Steuerung normal funktioniert.

Warum macht man ein EKG?

Ein EKG hilft zum Beispiel bei Herzrhythmusstörungen, Verdacht auf Herzinfarkt, Brustschmerzen Schwindel oder Ohnmacht und  ist eine der wichtigsten und grundlegendsten  Untersuchungen in der Kardiologie- schnell, sicher und sehr aussagekräftig.

Was sind Herzrhythmusstörungen?

Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) sind Störungen des normalen Herzschlags. Das Herz schlägt dabei zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig. Normalerweise schägt das Herz im sogenannten Sinusrhythmus- also regelmäßig und gleichmäßig. Häufige Herzrhythmusstörungen sind zum Beispiel Vorhofflimmern, Vorhofflattern, Extrasystolen (Herzstolpern), AV(N)RT, AV-Block.

Sind Herzrhythmusstörungen gefährlich?

Das kommt darauf an. Einige Herzrhythmusstörungen wie zum Beispiel Extrasystolen sind meist harmlos. Vorhofflimmern kann das Schlaganfall-Risiko erhöhen. Kammerflimmern ist lebensgefährlich (Notfall).  Die Behandlung erfolgt je nach Ursache: Medikamente, Herzkatheter bzw. Ablation, Herzschrittmacher, Defibrillator (ICD), Behandlung der Grunderkrankung.

 

Belastungs-EKG (Ergometrie)

Warum wird ein Belastungs-EKG gemacht?

Das Belastungs-EKG dient der Diagnose von Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, die erst oder gerade bei körperlicher Anstrengung auftreten können. Das Belastungs-EKG ist eine Basis-Untersuchung bei Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung. Durch die körperliche Belastung soll die Herzfrequenz in einen zuvor definierten, altersabhängigen Zielbereich angehoben werden. Deshalb sollten Beta-Blocker vor der Untersuchung, nach Absprache mit Ihrem Arzt, pausiert werden. Während der Untersuchung wird das EKG aufgezeichnet und am Ende jeder Belastungsstufe der Blutdruck gemessen. Bei Beschwerden kann die Untersuchung sofort beendet werden. Weitere Abbruchgründe sind deutliche Zeichen einer Durchblutungsstörung im EKG, bestimmte Herzrhythmusstörungen und ein zu starker Anstieg des Blutdrucks.

Wie läuft die Untersuchung ab ?

Elektroden werden auf die Brusts geklebt (wie beim normalen EKG) und eine Blutdruckmanschette wird angelegt. Sie beginnen mit leichter Belastung auf dem Fahrradergometer. Die Belast wird alle paar Minute gesteigert.  Die Untersuchung endet bei Erreichen der Ziel-Herzfrequenz oder bei Beschwerden. Während der gesamten Untersuchung wird kontinuierlich ein EKG aufgezeichnet.

Was wird dabei beurteilt ?

Das Belastungs-EKG dient zum Beispiel der Beurteilung von Herzrhythmus unter Belastung, Bludruckverhalten, Zeichen einer Minderdurchblutung des Herzmuskels und Belastbarkeit des Herzens.

Langzeit-EKG

Ein Langzeit-EKG ist eine Untersuchung, bei der ihr Herzrhythmus über einen längeren Zeitraum – meist 24 Stunden, manchmal auch 48-72 Stunden – aufgezeichnet wird. Im Gegensatz zum kurzen Ruhe-EKG zeigt es, wie ihr Herz im Alltag arbeitet: beim Gehen, Schlafen, Treppen steigen oder bei Stress. Ein Langzeit-EKG hilft Herzrhythmusstörungen zu erkennen, die nicht ständig auftreten,  z.B. bei Herzstolpern, Herzrasen, Schwindel  oder Verdacht auf Vorhofflimmern.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Kleine Elektroden werden auf die Brust geklebt. Diese sind mit einem kleinen Aufnahmegerät verbunden. Das Gerät wird am Gürtel getragen oder um den Hals gehängt. Die Aufzeichnung wird später am Computer ausgewertet und es können ein zu langsamer Herzschlag (Bradykardie), ein zu schneller Herzschlag (Tachykardie), Vorhofflimmern, Pausen im Herzrhythmus oder unregelmäßige Extraschläge erkannt werden.

Langzeitblutdruckmessung (24-Stunden-Blutdruck)

Bei der Langzeitblutdruckmessung wird der Blutdruck und Herzfrequenz mit einem kleinen Computerchip über 24 Stunden gemessen über eine Manschette am Arm. Diese Werte werden dann im Computer aufgetragen, so dass die blutdrucksenkenden Medikamente exakt und optimal angepasst werden können.

Warum wird eine Langzeitmessung gemacht?

Sie ist besonders sinnvoll bei Verdacht auf Bluthochdruck, schwankenden Blutdruckwerten, Kontrolle einer Blutdrucktherapie, Verdacht auf  nächtlichen Bluthochdruck und V.a. „Weißkittel-Bluthochdruck“ (nur beim Arzt erhöht).

Wie läuft die Untersuchung ab ?

Sie bekommen eine Blutdruckmanschette am Oberarm angelegt. Diese ist mit einem kleinen Messgerät verbunden, dass Sie am Gürtel tragen. Das Gerät misst automatisch (tagsüber alle 15 Minuten, nachts alle 30 Minuten). Nach 24 Stunden wird das Gerät abgenommen und die Werte werden ausgewertet.

Warum ist sie so wichtig ?

Ein einmal gemessener Wert reicht oft nicht aus.  Die Langzeitmessung liefert ein viel genaueres Bild und hilft die Therapie optimal einzustellen.

Transthorakale Echokardiographie (TTE) einschließlich 3D und Strain-Analyse

Die transthorakale Echokardiographie (TTE) ist die häufigste  Ultraschalluntersuchung des Herzens. Dabei wird ein Ultraschallkopf von außen auf den Brustkorb aufgesetzt, um das Herz sichtbar zu machen.

Was kann man mit der TTE untersuchen?

Mit der TTE  lassen sich wichtige Informationen gewinnen:  Größe der Herzkammern, Pumpfunktion des Herzens, Herzklappen (z.B. Undichtigkeiten oder Verengungen), Herzmuskelbewegungen, Flüssigkeit im Herzbeutel, Druckverhältnisse im Herzen.

Wann wird eine TTE gemacht?

Eine TTE wird zum Beispiel durchgeführt  bei Atemnot, Brustschmerzen, Herzgeräuschen, V.a. Herzschwäche, Bluthochdruck oder Verlaufskontrollen bei bekannten Herzerkrankungen.

Stressechokardiographie

Die Stressechokardidographie ist eine spezielle Ultraschalluntersuchung des Herzens unter Belastung. Sie zeigt, wie gut ihr Herz arbeitet, wenn es gefordert wird. Zunächst wird  im Ruhezustand ein Ultraschall des Herzens (transthorakale Echokardiographie, TTE) durchgeführt. Dabei kann man die Herzgröße, die Pumpfunktion  und die Bewegung der Herzwände beurteilen. Anschließend wird das Herz gezielt „belastet“ auf einem Fahrradergometer, dass das Herz schneller und kräftiger schlagen lässt. Während dieser Belastung werden erneut Ultraschallbilder aufgenommen. Manche Durchblutungsstörungen des Herzmuskels (z.B. bei koronarer Herzkrankheit) zeigen sich erst unter Belastung. Wenn ein Herzkranzgefäße verengt ist, wird ein Teil des Herzmuskels bei Anstrengung nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Das erkennt man im Ultraschall daran, dass bestimmte Bereiche sich nicht mehr normal bewegen.

Unterschied zum Belastungs-EKG:

Im Gegensatz zu Belastungs-EKG wird bei der Stressechokardiographie direkt sichtbar, wie sich der Herzmuskel bewegt.  Im Vergleich zur nuklearmedizinischen Untersuchung (Myokardszintigrafie) kommt es ohne Röntgen-oder radioaktive Strahlung aus.

Schluckechokardiographie (TEE)

Die transösophageale Echokardiographie (TEE)  ist eine spezielle Ultraschalluntersuchung des Herzens. Anders als beim normalen Herzultraschall ( transthorakale Echokardiographie, TTE)  über die Brust wird die Ultraschallsonde  bei der TEE über die Speiseröhre eingeführt. Da die Speiseröhre direkt hinter dem Herzen liegt, erhält man besonders klare und genaue Bilder.

Warum wird eine TEE gemacht?

Eine TEE  wird durchgeführt, wenn besonders detaillierte Informationen über das Herz benötigt werden, z.B. bei Verdacht auf Blutgerinnsel im Herzen oder Schlaganfall zu Ursachensuche oder zur Beurteilung von Herzklappenfehlern.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Sie müssen nüchtern sein (ca. 6 Stunden vorher nichts essen). Der Rachen wird betäubt und sie erhalten in der Regel ein leichtes Beruhigungsmittel. Eine dünne, flexible Sonde wird vorsichtig über den Mund in die Speiseröhre eingeführt. Die Untersuchung dauert meist ca. 20 Minuten.

Doppler- und Duplexsonografie der Halsschlagadern

Die Doppler- und Duplexsonografie der Halsschlagader (Karotis-Duplex) ist eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern.

Was wird untersucht?

Die Halsschlagadern versorgen das Gehirn mit Blut. Mit der Doppler- und Duplexsonographie kann man Gefäßverengungen (Stenosen) erkennen, Ablagerungen (Plaques) sichtbar machen, Blutfluss und Flussgeschwindigkeit messen und das Schlaganfallrisiko einschätzen. „Duplex“ bedeutet, dass 2 Verfahren kombiniert werden: B-Bild-Ultraschall  (zeigt die Gefäßstruktur) und Doppler-Ultraschall (misst die Geschwindigkeit und Richtung des Blutflusses).

Wann wird sie durchgeführt ?

Zum Beispiel bei Schwindel oder vorübergehenden neurologischen Ausfällen, Verdacht auf Gefäßverengung, Schlaganfall oder TIA in der Vorgeschichte, Kontrolle bekannter Gefäßveränderungen oder Herz-Kreislauf-Risikofaktoren.

 

 

Eventrecorder (ILR)

Eventrecorder- Kontrolle (Interner-Loop-Recorder, ILR): Der Event-Recorder ist ein kleines EKG-Aufzeichnungsgerät, das der Arzt im Rahmen einer kleinen Operation in Lokalbetäubung unter die Haut einbringt. Die EKG-Registrierung startet automatisch oder auf Knopfdruck von den Betroffenen. Letztlich stellt es eine Sonderform des Langzeit-EKG’s dar. Ein herkömmliches Langzeit-EKG wird üblicherweise über 24-Stunden aufgezeichnet. Häufig entgehen selten auftretende Rhythmusstörungen dieser Aufzeichnung und somit der Diagnostik. Oftmals sind Herzrhythmusstörungen Ursache von unklaren Ohnmachtsanfällen. Der Eventrekorder erfasst diese Ereignisse. Eventrecorder aller gängigen Fabrikate (Biotronik, Medtronic) können bei uns abgefragt werden.

Herzschrittmacher/ICD/CRT

Kontrolle von Herzschrittmacher, CRT und ICD –  einfach erklärt

Viele Menschen tragen heute ein kleines elektrisches Gerät, das ihr Herz unterstützt. Dazu gehören der Herzschrittmacher, das CRT-System und der ICD. Damit diese Geräte zuverlässig funktionieren, sind regelmäßige Kontrollen sehr wichtig.

Ein Herzschrittmacher hilft, wenn das Herz zu langsam schlägt. Es sendet kleine elektrische Impulse, damit das Herz im richtigen Rhythmus bleibt. Im Rahmen der Kontrolle erfolgt die Überprüfung der Batterie, die Kontrolle der Elektroden, die Anpassung der Einstellung an Ihre Bedürfnisse und Erkennung möglicher Störungen. Die Kontrolle ist schmerzfrei. Ein spezielles Lesegerät wird von außen auf die Haut über dem Gerät gelegt.

Ein CRT-System (Kardiale Resynchronisationstherapie) ist eine besondere Form des Schrittmachers. Es wird eingesetzt, wenn die Herzkammern nicht mehr gut zusammenarbeiten, z.B. bei Herzschwäche und Linksschenkelblock. Das Gerät sorgt dafür, dass beide Herzkammern wieder synchron pumpen. Bei der Kontrolle wird überprüft, ob beide Herzkammern richtig angesteuert werden, ob die Batterie ausreichend geladen ist und ob die Einstellungen optimal sind.

Ein ICD (Implantierbarer Kardioverter-Defibrillator) überwacht ständig den Herzrhythmus. Er wird eingesetzt, wenn gefährliche Herzrhythmusstörungen auftreten können. Falls nötig, kann er schnelle Herzrhythmusstörungen durch gezielte Impulse beenden und im Notfall einen lebensrettenden Stromstoß abgeben. Bei der Kontrolle wird überprüft,  ob Herzrhythmusstörungen aufgetreten sind und ob das Gerät richtig reagiert hat.

Herzschrittmacher, ICD und CRT-Kontrollen  aller gängigen Fabrikate (Biotronik, Medtronic, Vitatron, Abbott) können bei uns durchgeführt werden.

Laboruntersuchungen

Zu den wichtigsten Routine-Laborparametern gehören in der Kardiologie sogenannte Elektrolyte (z.B. Kalium und Natrium), Blutbestandteile (z.B. Blutplättchen und andere Gerinnungsfaktoren, rote und weiße Blutkörperchen), Herzenzyme, Leber-und Nierenwerte sowie Risikoparameter (z.B. Cholesterin, Blutzucker und Harnsäure). Spezielle kardiale Biomarker, z.B. NTproBNP oder Troponinbestimmung, werden bei gezielten Fragestellungen veranlasst. Kardiologische Schnelltests (NTproBNP, Troponin und D-Dimer)  führen wir direkt in unserer Praxis durch. Deren Ergebnisse können wir Ihnen umgehend liefern. Auch ein Blutgerinnungstest INR (Quick) kann sofort durchgeführt werden.

 

Einige wichtige Laboruntersuchungen in der Kardiololgie

 

Gesamtcholesterin: Basiswert für Herz-Kreislaufrisiko

LDL-Cholesterin: „Schlechtes Cholesterin“, erhöhtes Risiko für Atherosklerose (Arterienverkalkung)

HDL-Cholesterin: „Gutes Cholesterin“, schützt für Gefäßverkalkung

Troponin: Spezifischer Marker für Herzmuskelschädigung, z.B. bei Herzinfarkt

NT-proBNP: Marker für Herzschwäche (Herzinsuffizienz)

D-Dimer: Hinweis auf Thrombose oder Lungenembolie

INR/Quick: Gerinnungsstatus, wichtig bei Antikoagulanzien (z.B. Marcumar)

Elektrolyte (Natrium, Kalium): Wichtig für Herzrhythmus

Nierenwerte (Kreatinin, GFR): Nierenfunktion beeinflusst Herzgesundheit